537,1 Milliarden – das ist eine unvorstellbar hohe Zahl. Allerdings ist dies die Anzahl der im Jahre 2015 in Deutschland eingegangenen und verschickten E-Mails, wovon nicht wenige durch Kriminelle oder Regierungsorganisationen ausgespäht wurden. Selbst, wenn dies nur 1 % des E-Mail-Verkehrs betrifft, dann ist es immer noch eine unvorstellbar hohe Zahl – es ist also Handeln angesagt.

Problem daran ist allerdings, dass E-Mail-Verschlüsselung ein sehr komplexes Thema ist, was nicht jedermann alleine bewältigen kann. Google, der Konzern, der weltweit wohl am meisten Daten seiner Nutzer ausspioniert versucht sich jetzt daran, das Verfahren um einiges benutzerfreundlicher zu machen. Doch was bei Google noch in den Kinderschuhen steckt, bieten einige kleine Startups bereits an. Bei diesen Anbietern ist es möglich, das Programm schon innerhalb von Minuten einzurichten und zu nutzen. Auch die Benutzung soll kinderleicht sein. Da der Sicherheitsstandard AES-128 angewandt wird, darf man behaupten, dass diese Art von E-Mail-Kommunikation nicht so leicht zu knacken ist. Selbst der Anbieter selbst kommt nicht an die Daten auf seinem Server ran.

Wer jedoch eine Firma besitzt und trotzdem sicher kommunizieren will, dem empfehle ich eine spezielle E-Mail-Verschlüsselung für Unternehmen. Diese Lösungen sind meist voll-gemanaget, das heißt man muss sich nicht um Installation und Betrieb kümmern. Das übernimmt der Anbieter. Also ich verschlüssele meine Mails ab sofort – und ihr so?

E-Mail-Verschlüsselung leicht

Wie viel, meint ihr, kostet das zurzeit günstigste Smartphone auf dem Markt? 70 Euro? 50 Euro? In Deutschland vielleicht schon, in Indien hingegen soll jetzt ein Smartphone den Markt erobern, was umgerechnet gerade einmal 3,28€ kosten soll!

Das Billig-Handy der indischen Firma Ringing-Bells wird zum Dumping-Preis angeboten – doch kann es sich auch langfristig gegen die Konkurrenz behaupten? Oder blüht dem Produkt das gleiche Schicksal wie dem Billig-Auto Tata Nano, was vom indischen Volk nie wirklich angenommen wurde? Die Features klingen für diesen Spottpreis zumindest erstmal vielversprechend: Das Gerät soll über einen 4-Zoll-Bildschirm, sowie zwei Kameras verfügen. Als Betriebssystem kommt Googles Android zum Einsatz.

Doch auch, wenn Indien den zweitgrößten Smartphone-Markt weltweit hat, setzen indische Mobiltelefon-Kunden nach wie vor auf herkömmliche Handys. Oder in Zahlen ausgedrückt: Nur etwa 220 Millionen der 1,3 Milliarden Inder besitzen ein Smartphone bzw. können sich eines leisten.

Aber gerade dieser Aspekt würde dem Geschäftsmodell doch zu Gute kommen oder nicht? Das kann man so leider pauschal nicht sagen, denn auch für das günstigste Auto der Welt Tata Nano galten ähnliche Perspektiven. Das Projekt scheiterte dann letztendlich daran, dass viele Inder einen Bogen um das Fahrzeug machten, weil es mit einem richtigen Auto wenig gemeinsam hat. Sicherheit im Straßenverkehr war nämlich genauso wenig gegeben, wie Qualität und auch die Motorisierung konnte alles andere als überzeugen. Das muss zwar für Indiens billigstes Mobiltelefon langfristig nichts heißen, doch ist das Qualitätsbewusstsein mittlerweile auch in einem Schwellenland wie Indien angekommen. So sparen viele Inder lieber auf ein qualitativ hochwertiges Produkt renommierter Hersteller, um sich nicht so schnell wieder ein neues kaufen zu müssen.

Wer also denkt eine ärmere Bevölkerung kauft zwangsläufig nur das billigste vom billigsten der hat sich geirrt – dann lieber so lange sparen bis man sich eines mit einem ganz besonderen Feature leisten kann: Qualität.

 

Schon seit 2008 wird an einem Nachfolger für die in die Jahre gekommene SMS gearbeitet. In Zeiten von Whatsapp dürfte dieses Vorhaben einem Kampf gegen Windmühlen gleichen, doch jetzt scheint sich niemand geringeres als der Alphabet-Konzern für das Projekt zu interessieren. Alphabet? Ist das nicht Google? – Genauso sieht es aus. Larry Page und Co. verfolgen den Plan RCS als „Standard-Messanger“ auf Android-Geräten zu etablieren.

RCS

Mit diesem Plan will der Konzern aus Mountain View dem Konkurrenten Facebook Marktanteile strittig machen. Da ein erfolgreicher Messaging-Dienst im Produktportfolio des Online-Giganten noch fehlt, würde der Schachzug mehr als Sinn machen. Bis jetzt sind bereits mehrere Mobilfunk-Konzerne in das Projekt involviert, die den Dienst auch schon unter mehreren Namen anboten – bis jetzt ohne nennenswerten Erfolg. Mit Google könnte sich das ändern. Denn der Alpahbet-Konzern möchte die RCS-Kommunikation nicht nur für alle Android-Geräte anbieten, sondern auch einen Standard schaffen, der über alle Netzbetreiber hinweg reicht. Zudem soll eine Cloud-Infrastruktur geschaffen werden, mit der sich RCS-Kunden des jeweils anderen Carrier vernetzen können.

Sollte sich der Standard etablieren können, dann wird das nicht nur Google freuen, sondern auch die Netzbetreiber, die momentan dank fallender Einnahmen durch SMS keinen Grund.